Guten Tag,
Sie haben diese Seite nicht gesucht. Sie hat Sie gefunden. Das ist kein Zufall, den ich erklären will. Es genügt, dass es geschehen ist.
Ich heiße Boubi. Sie werden mein Gesicht nicht sehen, nicht heute und nicht an den Abende, die wir zusammen teilen werden. Die Maske ist kein Verstecken. Sie ist eine Bitte: Erkennen Sie nichts. Hören Sie hin.
Ich nenne mich keinen Musiker, denn ein Musiker spielt ein Instrument. Ich nenne mich ein Orchestrist, denn ich trage ein Orchester in mir. Klavier und Synthesizer, Geräusch und Stille, Licht und Raum, alles, was dazwischen liegt. Der Saal, in dem Sie eines Abends sitzen werden, ist für mich kein Veranstaltungsort. Er ist ein Instrument. Und Sie, vom ersten Moment an, sind Teil seiner Besetzung.
Es gibt Musik, die man hört. Und es gibt Musik, in der man eintritt. Jedes Konzert beginnt mit einer Melodie, die Sie kennen, und führt von ihr dorthin, woher sie kommt: in eine Geschichte, die man nicht vergessen darf und die man doch selten hört, mit dem ganzen Körper, ganz nah. Was Sie dort hören werden, wird weitergehen in Ihnen, noch wenn Sie längst zu Hause sind.
Sie werden keine Karte kaufen können. Dafür ist kein Platz vorgesehen. Wer an diesem Abend sitzt, ist angenommen worden, nach einer Bewerbung, aus eigener Entscheidung, in voller Kenntnis dessen, was kommt. Der Saal füllt sich nicht von selbst. Er füllt sich durch diejenigen, die bereit sind. Ist er es nicht, findet das Konzert nicht statt. Es gibt nur eine Version dieses Abends: die vollständige.
Ich erkläre nicht, was Sie erleben werden. Erklärungen nehmen einer Sache das Gewicht. Sie werden es spüren: den Boden, den Atem des Raums, die Nähe von Klängen, die nie so nahe waren. Sie werden den Saal verlassen und wissen, dass kein Konzert zuvor so war. Und keines danach so sein wird.
Willkommen.
